Qualitätspresse vs. Twitter

Fehler können jedem passieren, auch wenn man so ein Schlachtschiff der Presselandschaft wie die Süddeutsche Zeitung ist. Was ich an der nachfolgenden Geschichte bemerkenswert finde, ist die Schnelligkeit von Twitter und die Langsamkeit in der Reaktion der Qualitätspresse.

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  1. Am letzten Mittwoch tauchte in meiner selbst zusammengestellten Filterblase Twitter ein Link zu einer interaktiven Grafik der Süddeutschen auf. In dieser Grafik werden einige wenige Seiten der Schavan'schen Dissertation mit Originalquellen abgeglichen, textliche Übereinstimmungen sind darin farblich kenntlich gemacht.
  2. Ich habe mir den Link kurz angeschaut, danach entspann sich folgende Diskussion:
  3. Da kam die Frage auf, wo die Datei jetzt überhaupt herkommt und was sie uns sagen will.
  4. Am Donnerstagmorgen bin  ich noch davon ausgegangen, dass es sich einfach um ein Fragment aus der Anfangszeit der Ermittlungen gegen die Bundesministerin handelte, die noch auf irgendeinem Server herumfliegt und die jetzt zufällig wieder in Umlauf kam.
    Umso erstaunter war ich dann, als ich einen Link zu einem tagesaktuellen Artikel fand (veröffentlicht am 25.10. um 5:30 morgens, also unmittelbar im Anschluss an obige Twitter-Diskussion), in DEM DIESES GRAFIK TATSÄCHLICH VERLINKT WURDE.
    Was ein Zufall, dachte ich. Da frag ich doch mal die Süddeutsche, ob die weiß, was sie da gemacht hat:
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