Fairer Handel in Magdeburg

Nadin N.

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  1. Was sind Fairtrade-Towns?

  2. Überall in Deutschland wächst das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen. Dabei sind soziale sowie umweltschonende Herstellungstechniken ebenso wichtig wie faire Handelsstrukturen. Derzeit gibt es bundesweit 422 Fairtrade-Towns. Diese fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Um den Status "Fairtrade-Town" zu erlangen, müssen mindestens 33 Geschäften Fairtrade-Produkte vertreiben, egal, ob dies materielle Güter oder Verbrauchsgüter sind. In insgesamt 17 Gastronomiebetrieben müssen fairgehandelte Speisen und Getränke angeboten werden. Seit dem 21. Mai 2014 zählt auch Magdeburg zu den Fairtrade-Städten.
  3. Ich habe mich an der Hochschule Magdeburg-Stendal bei den Studierenden umgehört. Doch von denen hatte niemand eine Ahnung, dass wir überhaupt "Fairtrade-Stadt" sind. Was mich wiederum darauf schließen lässt, dass diese Thematik vom Umweltamt Magdeburg zu wenig nach außen kommuniziert wird.
  4. Fair einkaufen

  5. Dabei sind gerade in Magdeburg Dutzende Geschäfte vertreten, die sich am fairen Handel beteiligen. Dazu zählen viele Supermarktketten, Bäckereien, Fast-Food Betriebe, aber auch einzelne Cafés. Eine genaue Karte mit einer Auflistung und Standort der beteiligten Geschäfte ist hier zu finden:
  6. Faire Symbole

  7. Bei der Vielfältigkeit der heutigen Angebotspaletten fällt es hin und wieder schwer, den Überblick zu behalten. Daher geben bestimmte Siegel Aufschluss darüber, welche Produkte aus fairem Handel stammen.
  8. Bei meiner Umfrage fragte ich auch, welche der nachfolgenden Logos den Studierenden bekannt sind. 83% der Befragten gaben an, das allgemeine Fairtrade-Symbol zu kennen. Das Organisations-Label der WFTO (World Fair Trade Organization) kannten hingegen nur 18%. Ganze 70% der Befragten konnten wiederum mit dem EU-Bio-Siegel etwas anfangen. Das Naturland Zeichen sowie das Naturland Fair Zeichen, mit welchem Produkte aus ökologischen Anbau gekennzeichnet sind, kannten mit 26% und 28% wieder nur wenige. Nur 5% der Befragten gaben an mit keinem der vorgestellten Siegel etwas anfangen zu können. Bei einer Personenzahl von 61 Befragten lässt mich dies schließen, dass das Bewusstsein für gerechte Produktionsweisen, wie oben erwähnt, tatsächlich einen Impuls in unserem Land gefasst hat.
  9. Faire Kaffeepreise in der Mensa?

  10. Die Mensa der Hochschule in Wernigerode hat bereits auf Fairtrade-Produkte aus biologischem Anbau bei Kaffee und Kakao und auch Café au Lait umgestellt. Mit der Umstellung wurden auch die dortigen Preise angepasst. Daher stellte ich mir zum einen die Frage, ob eine Umstellung aus der Sicht der Studierenden auch an der Hochschule Magdeburg-Stendal möglich ist. Und zum anderen, wie viel die Studierenden bereit wären, maximal zu zahlen, wenn der Kaffee dafür aus fairem Handel käme.
  11. Der Möglichkeit einer Umstellung stimmten prinzipiell alle Befragten zu. Das große "Aber" war jedoch, wie angenommen, die Preisgestaltung. Ich habe hierzu insgesamt 41 Studierende befragt und bin zu folgendem Ergebnis bekommen:
  12. Mit "Ich würde gar nicht mehr zahlen wollen!" stimmten 17% der Befragten. Danach schwankten die Ergebnisse.
  13. Aus diesen Ergebnissen lässt sich feststellen, dass ein Großteil der Studierenden bereit wäre, ein paar Cent mehr für einen fair gehandelten Kaffee auszugeben. Die große Schmerzgrenze liegt hier bei 1,50€. Die Zeithöchste Stimmzahl erhielt der Preis von 1,20€ und demnach einer Preiserhöhung von 20 Cent. Gefragt habe ich ebenso, ob die Studierenden nebenher noch jobben gehen. Dabei hat sich, wie zuvor vermutet, herausgestellt, dass Studenten, die nebenbei noch jobben gehen eher gewillt sind 1,50€ oder mehr für ihren Kaffee zu bezahlen, als solche, die über keinen Nebenjob verfügen.
  14. Abschließend noch einige Tonaufnahmen der Befragung.
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