Ehec wieder mutiert: Jetzt Zombies

Eine kleine Meldung, große Wirkung, was daraus wurde und was das (nicht) bedeutet.

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  1. Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat am Sonntag deutlich vor Augen geführt, wie gute Arbeit sie eigentlich macht. Zumindest meist.
    Denn am Sonntag hat die dpa gezeigt, was passiert, wenn sie mal einen Bock schießt. Und so kann man das wohl nennen, wenn die Meldung "Viele Ehec-Tote werden nicht ganz gesund" verbreitet. Was daraus wurde, ist hier ansatzweise nachzulesen.
    An 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag versorgt sie Ticker auf unzähligen Nachrichtenseiten. Automatisiert. Dieser Ticker macht einen Bruchteil des Angebots der Seiten aus, aber er ist die aktuellste Quelle. Und er ist auch deshalb so aktuell (okay, manchmal, gar nicht so selten, nicht so aktuell wie Twitter), weil er automatisiert einläuft.
    Ich kann daran nichts Verwerfliches finden. Selbst ein Portal wie sueddeutsche.de hat nur einen 18-Stunden-Betrieb. Es gibt überzeugende Argumente gegen das Leistungsschutzrecht, die Ehec-Zombies taugen dazu nicht. Wer will denn dafür zahlen, dass rund um die Uhr noch Kurzmeldungen angepackt werden, die höchst verlässlich und zuverlässig die Agentur verlassen? Deshalb finde ich es auch nicht redlich, wenn der Fail als Beleg für den (fehlenden) Qualitätsjournalismus herangezogen wird.
  2. P.S.: Nach dem ersten Schreck, weil es uns auch erwischt hat, habe ich auch kräftig gelacht. Und dann den Kollegen bedauert. Es kann eben doch sein, was nicht sein darf...
    P.P.S: Der Fall zeigt aber vielleicht das Versagen von Medien in Sozialen Netzwerken: Ich habe wenig Reaktionen auf Hinweis-Tweets gesehen.
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