Gut dämmen, sparsam heizen - mit Geld vom Staat

Für Wärmedämmung und effiziente Heizungsanlagen gibt es zahlreiche Förderprogramme vom Staat. LUX gibt einen Überblick über die wichtigsten Angebote.

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  1. Bestandsbauten

    Erste Anlaufstelle für alle Hausbesitzer, die eine Wohnimmobilie energetisch auf den neuesten Stand bringen wollen, ist die staatliche KfW-Bank. Sie fördert das Vorhaben mit zinsgünstigen Krediten sowie Zuschüssen

    Dabei müssen sich die Bauherren zwischen der Kredit- und der Zuschussvariante entscheiden. Gefördert werden unter anderem Investitionen in Dämmung, Fenster oder die Erneuerung der Heizung.

     

  2. Wer einen Kredit in Anspruch nimmt, erhält von der KfW nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahme zusätzlich einen Tilgungsnachlass. Wie hoch dieser ausfällt, hängt davon ab, um wie viel Prozent das Gebäude die Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) unterschreitet. Bis zu 75.000 Euro stellt die KfW für jedes Vorhaben bereit. Die Kredite müssen vor Beginn der Sanierung über die jeweilige Hausbank beantragt werden.


    Der Antrag auf den Zuschuss dagegen wird direkt bei der KfW gestellt -- ebenfalls vor Baubeginn. Auch bei dieser Variante hängt die Höhe der Förderung vom Effizienzstandard ab, den die Bauherren mit der Sanierung erzielen. Bis zu 13.125 Euro erhalten sie von der KfW pro Wohneinheit.


    Wer eine Immobilie energieeffizienter machen will, sollte vorab die Unterstützung eines Energieberaters suchen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernimmt bis zu 50 Prozent der Beratungskosten (maximal 410 Euro). Der Antrag auf den Zuschuss muss über die BAFA-Website gestellt werden.

  3. Neubauten

    Wer ein energieeffizientes Wohnhaus baut oder einen solchen Neubau kauft, kann ebenfalls einen zinsgünstigen Kredit der KfW in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit in Anspruch nehmen. Die Voraussetzung: Das Gebäude unterschreitet die Vorgaben der EnEV um mindestens 30 Prozent. Wer ein besonders sparsames Haus baut, erhält zusätzlich einen Tilgungszuschuss von bis zu zehn Prozent der Darlehenssumme. Dieser Kredit muss ebenfalls über die Hausbank beantragt werden.
  4. Erneuerbare Energien


    Hausbesitzer, die eine Holzheizung, eine Wärmepumpe oder eine Solarthermieanlage installieren wollen, werden mit einem staatlichen Zuschuss belohnt. 
  5. Dessen Höhe richtet sich nach Ziel und Umfang der Investition. Das Geld fließt jedoch nur für besonders innovative Technologien: etwa für Solarkollektoren, die neben der Warmwasserbereitung auch die Heizung unterstützen, oder für hocheffiziente Wärmepumpen. Zudem stehen die Mittel nur für die Modernisierung der Anlagen von Bestandsbauten zur Verfügung -- Häuslebauer gehen leer aus.


    Anträge auf diesen Zuschuss nimmt das BAFA entgegen. Diese Mittel können mit den meisten KfW-Programmen kombiniert werden. Wie hoch die Förderung ausfällt, können Hausbesitzer mit einem Förderrechner der dena ermitteln. Achtung: Manche der BAFA-Förderungen sind befristet; die Anträge müssen vor dem 30. Dezember 2011 bei der BAFA eingegangen sein.
  6. Weitere Förderprogramme


    Die meisten Bundesländer bieten zusätzlich weitere Förderprogramme, die die Angebote von KfW und BAFA ergänzen. Hausbesitzer und Bauherren können sich im Internet mithilfe eines Förderrechners der KfW bequem einen Überblick über die Mittel verschaffen, die sie in Anspruch nehmen können. Manche Kommunen unterstützen Hausbesitzer ebenfalls mit eigenen Programmen, die lokalen Stadtverwaltungen können hier informieren. Auch qualifizierte Energieberater geben über die Fördermöglichkeiten Auskunft.


     

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