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Berlins Unbekannte

Der Wellenreiter vom 29.06.2012 beschäftige sich mit Berliner Geheimnissen. Geschichten aufecken und verborgene Ecken beleuchten war das Ziel. Gerade Berlin ist im ständigen Wandel und zeigt jeden Tag ein anderes Gesicht. Aber oft bleibt es unbemerkt, versteckt sich hinter dem nächsten Mainstream-Event oder Ort. Die Redakteure spielten Tiefseetaucher und bargen interessante Großstadtgeschichten.

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  1. Eine urbane Legende, die sich den Deutungen entzieht, ist die des sillgelegten Spreeparks, der ehemalige Freizeitpark im Plänterwald. Jeder hat sofort das geisterhafte Riesenrad vor sich. Aber was macht den alten Park so magisch? Noemi Mihalovici war dort und hat Eindrücke gesammelt.
  2. Auf Spurensuche durch den Spreepark kann sich jeder begeben. Doch ein bestimmter Berufszweig hat sich das Nachforschen zum Kapital gemacht: der des Detektiven. Bei dem Begriff purzeln auch die Clichées: Charsmatisch, intelligent, ein Mann dem die Frauen zufliegen.
    Anna Gräfe traf sich mit Privatdetektiv Alexander Schrumpf, um herauszufinden ob Verfolgungsjagden und Prügeleien tatsächlich zum Alltag gehören.
  3. Vom Stichwort Lösungen zu Problemen finden, geht es nun darum Möglichkeiten der Flucht zu liefern. Von den Tunnelsystemen der Berliner U-Bahn hat fast jeder schon gehört. Doch wie sieht es aus mit den Untergrundpfaden, die zu DDR Zeiten unter Einstatz des Lebens von Hand geschaufelt wurden?
    Anna Bordel traf Burkhart Veigel. Er ist ehemaliger Flüchtlingshelfer und hat einen dieser in Vergessenheit geratenen Tunnel wiederentdeckt.
  4. "Top Secret" wurden diese Aktionen druchgeführt. Streng geheim geht es auch weiter. Denn wollte nicht jeder schon einmal Teil eines Geheimbundes oder einer elitären Gruppe sein? Mit Ehrenkodex und Treueschwürden? Alle für Einen und Einer für Alle? Aus der Welt eines solchen Bundes erzählte Victor. Er ist Teil einer Turnerschaft.
  5. Eine weitere Unbekannte, die der Wellenreiter sich vorgenommen hat, ist die Graffiti und Streetartszene. Die Wenigsten haben eine Ahnung was alles dahinter steckt.
    David Baumgarten gründete vor circa zwei Jahren den "geheimen Pfad" , um den Menschen ein anderes und vor allem buntes Berlin zu zeigen.
    Um die urbane Kunstform zu entschlüsseln, hat Anna Lazarescu eine Tour von "The Hidden Path" mitgemacht. Die Führung leitete Helge Wadewitz, ein Spezialist und Liebhaber der Sprüh-Szene.
  6. Bei den Touren werden etwa 4-5km zurückgelegt. Also unbedingt auf das richtige Schuhwerk achten. Preislich liegt der Rundgang bei 14€ für Schüler und Studenten. Der Normaltarif ist 18€. Auf der Homepage lassen sich Touren mit verschiedenem Schwerpunkt auf Anfrage buchen. Auch Graffitikurse werden angeboten.
  7. Peristal Singum is kein Zauberwort. sondern der Name eines Irrgartens. Er leitet sich vom Begriff der "Peristaltik" ab: Die natürliche und automatische Bewegung des Darms.
    Ein Singum ist ein erfundes Wort und steht wahrscheinlich für ein Wesen, das mit sich im Einklang ist. Zwischen Beiden Begriffen und in der Metaebene schwebt der menschliche Wille, der einen voran treibt.
    Mehr als Wille hat Steffi Sandkaulen gebraucht, um das Peristal zu durchqueren: Mut. Denn für viele ist der Gang durch das Labyrinth ein Erlebnis zwischen Selbstfindung und Nervenkitzel.
  8. Versteckte Seiten seiner Selbst werden so ebenfalls entdeckt, nicht nur die der Stadt. Obwohl diese dabei hilft. Das Labyrinth befindet sich im "Salon zur wilden Renate", Alt Stralau 70. Es ist Mittwochs bis Sonntags von 18-22 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro.

    Die Neugier für Berlin ist hoffentlich wieder frisch entfacht. Augen und Ohren offenhalten lohnt sich, denn es gibt genügend versteckte Winkel und Geschichten, die nur darauf warten erzählt zu werden.
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