Der #GDL Streik und die Tarifpluralität

Vor einigen Jahren erkämpfte eine Gewerkschaft die Tarifpluralität vor Gericht. Damit wurden die Arbeitnehmerrecht gestärkt, da nun auch kleinere Gewerkschaften streiken konnten. Die #GDL nutzt dies nun, damit sie auch für andere Bahnangestellte Tarifverträge aushandeln darf...

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  1. Es gab sie tatsächlich, aber es gab eben auch eine Gewerkschaft, die sich die Tarifpluralität erkämpft hat. Sie hat also eine Ausweitung der Arbeitnehmerrechte erkämpft, aber...
  2. Allerdings scheinen selbst SPD Mitglieder nicht mehr zu erkennen, dass Arbeitnehmerrechte schon immer erkämpft wurden und das der Urzustand, von den Herr Soeder hier spricht, ein Zustand ohne Arbeitnehmerrechte war. Wenn er sich also einen Urzustand zurück wünscht, sollte er sich eventuell überlegen, ob er überhaupt in die SPD gehört.
  3. Aber es ist ja nicht nur die SPD, es ist ja auch die fehlende Solidarität unter den Arbeitnehmern. Die Bahn erzählt, dass die Gewerkschaft böse ist und ein Großteil der Arbeitnehmer folgt dieser Argumentation. Allerdings vergessen die dabei...
  4. Was wäre mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Was wäre mit bezahlten Urlaub? Wie viele Stunden müssten wir wohl in der Woche arbeiten, wenn es Gewerkschaften nicht geben würde? Und wie würde wohl der Lohn aussehen, den wir bekommen würden? Viele jammern, dass sie viel zu wenig Geld verdienen, aber anstatt sich selbst zu organisieren und für eine bessere Bezahlung zu kämpfen, kämpfen sie lieber gegen Arbeitnehmer, die genau dieses Grundrecht für sich in Anspruch nehmen...
  5. Doch, tausende müssten sogar weniger arbeiten, damit auch für die vielen Arbeitslosen eine Arbeitsstelle geschaffen wird, von der sie dann ihr Leben finanzieren können...
  6. Weil sich die Bahngäste auch nicht solidarisch verhalten? Streik trifft nun einmal die Kunden, ist überall so, auch bei der Bahn und die richtige Reaktion der Fahrgäste wäre jetzt eigentlich, sich mit der GDL zu solidarisieren und auf die Bahn zu verzichten, bis diese endlich die Tarifpluralität anerkennt und mit der GDL einen vernünftigen Tarifvertrag abschließt. Aber okay, Solidarität bedeutet hier wohl, dass die Bahnmitarbeiter auf die eigenen Grundrechte verzichten sollen, damit die eigene Bequemlichkeit nicht geschadet wird.
  7. Schaden, schaden, schaden. Die Deutsche Bahn macht Gewinne und der Vorstand erhöht sich sein Gehalt anständig, aber die GDL richtet natürlich nur Schaden an, wenn sie für ihre Mitglieder einen Teil von diesem Kuchen abschneiden will. Und nein, es geht nicht nur um mehr Geld, es geht um die Tarifpluralität...
  8. Diese Frage stelle ich mir auch immer. Aber anscheinend geht es den Menschen in Deutschland zu gut. Wahrscheinlich merken sie erst dann, wie wichtig Streiks sind, wenn diese dann verboten sind und die Arbeitgeber machen, was sie wollen.
  9. Sigmar G. der oberste Anführer einer Arbeiterpartei richtet sich gegen? Ja genau, gegen die Arbeitnehmerrechte! Ob er weiß, wofür die SPD früher einmal gekämpft hat?
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