Schüler fragen Gründer

Im Projekt Gründerstunde sprechen Jugendliche mit Nachwuchsunternehmerinnen und -unternehmern über ihren Berufsweg.

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  1. Gründerstunde ist ein Projekt vom Beirat Junge Digitale Wirtschaft und SchulePLUS
  2. Schöne Story über eine Gründerstunde bei gründerszene.de
  3. 24. März 2015
  4. Sarah, Julia, Maurice und Annika fragen Jan Mechtel von veodin
  5. „Das ist hier ein Co-Working-Space, hier arbeiten viele Freelancer.“ Fragende Gesichter bei Sarah, Julia, Maurice und Annika. Die Start-Up-Szene spricht ihre eigene Sprache. Die vier Schülerinnen und Schüler der Emil-Fischer-Oberschule sind heute zu Gast bei Jan Mechtel, Geschäftsführer des Software-Start-Ups Veodin. Die Jugendlichen wollen in einer Gründerstunde erfahren, wie Mechtel Chef seines eigenen Unternehmens wurde und was es braucht, um als Selbständiger erfolgreich zu sein. „Co-Working-Space bedeutet, dass das hier ein Gemeinschaftsbüro ist, in dem viele Freiberufler arbeiten“, erklärt Mechtel seinen Eingangssatz.

    Im 12. Jahrgang der Emil-Fischer-Oberschule steht diese Woche „Gründen“ auf dem Lehrplan. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler am Ende der Woche einen eigenen kleinen Businessplan vorlegen und die Selbständigkeit als berufliche Perspektive kennenlernen. Dafür bringt das Team von SchulePLUS die Klassen mit Nachwuchsunternehmen in Gründerstunden zusammen, einem Projekt des Beirats junge digitale Wirtschaft beim Bundeswirtschaftsministerium und SchulePLUS.

    Sarah, Julia, Maurice und Annika haben sich als Geschäftsidee überlegt, eine Logopädiepraxis in Charlottenburg zu eröffnen. Ziel, Standort, Ausstattung und die grobe Finanzierung sollen am Ende der Woche stehen. „Willkommen in der Start-Up-Szene, hier man hat immer zu wenig Zeit“, sagt Jan Mechtel und bietet sich den Vieren als Coach an. Wettbewerb und Alleinstellungsmerkmal sind für ihn zwei Fragen, die am Anfang jedes Gründungsprozesses stehen sollten. „Für die Finanzierung müsst ihr zeigen, dass ihr etwas Besonderes seid, damit Investoren aufmerksam werden.“ Sarah, Julia, Maurice und Annika haben sich bereits Gedanken gemacht. „Wir wollen Schnupperkurse am Wochenende für interessierte Eltern anbieten“, erzählt die 18-jährige Annika. „Und man könnte eine Logopädie-App entwickeln, damit die Patienten zuhause üben können“, ergänzt der 18-jährige Maurice und platzt dann heraus: „Eigentlich will ich ja eine Franchise-Filiale einer holländischen Fast-Food-Kette in Berlin eröffnen.“ In Holland gäbe es Burger-Automaten, erzählt er. „Das würde hier total gut ankommen. Wenn das in zwei Jahren noch keiner gemacht hat, eröffne ich die erste Filiale.“ Jan Mechtel lacht. „Das ist wichtig, als Gründer musst du für deine Sache brennen!“

    Zu welchem Zeitpunkt denn aus seiner Idee ein Unternehmen wurde, möchte Maurice von Gründer Jan Mechtel erfahren. „Der Wunsch zu gründen, war schon immer da“, erzählt Mechtel. Bereits als Abiturient hatte er eine eigene Firma und verkaufte seinen Mitschülern Computer. Nach dem Studium arbeitete Mechtel zunächst in einem Software-Unternehmen. „Eigentlich suchte ich jemanden mit einer zündenden Idee, um mich ihm anzuschließen. Die Idee hatte ich dann schließlich selbst.“ Heute bietet Mechtel Software-Lösungen für Unternehmensberater an. Die Firma geht ins vierte Jahr und nimmt langsam Fahrt auf. „Was hat denn Ihre Frau dazu gesagt, dass Sie ihren Job gekündigt haben, um selbständig zu werden?“, möchte Sarah wissen. Jan Mechtel lacht. „Sie war zum Glück ganz entspannt und dank eines Gründungsstipendiums und Investoren können ich und meine Mitarbeiter auch von unserem Unternehmen leben. Dafür bin ich jetzt flexibler. Ich gehe um 17 Uhr nach Hause zu meiner Familie und arbeite dann abends noch mal.“ Zum Abschluss der Gründerstunde gibt er den Jugendlichen noch auf den Weg, was für seinen Berufsweg prägend war:
    „Wenn ihr den Gründergeist in euch spürt, verliert das nicht aus den Augen. Gründen kann man zu fast jedem Zeitpunkt.“
  6. Was sind eigentlich Gründerstunden? Das Video erklärt es:
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