Die Spiegelbarrikade am 4. Juni

Über 100 Spiegelwürfel sorgten bei den Gegendemos zum Neonazi-Aufmarsch in Dortmund für Aufregung und Begeisterung, aber auch für Kritik. Hier die Echtzeit-Reaktionen aus dem Netz.

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  1. Knapp 1000 Neonazis versammelten sich am 4. Juni in Dortmund, um zum sogenannten "Tag der Deutschen Zukunft" kollektiv durch die Stadt zu stapfen und sie so zur Kulisse für Rassimus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu machen. Gemeinsam mit der Berliner Künstlergruppe Tools For Action hatte das Schauspiel Dortmund da keinen Bock drauf und bastelte gemeinsam mit Dortmunder Bürgern und 14 Dortmunder Schulen insgesamt 108 Spiegelwürfel, die einerseits luftiger Anti-Nazi-Protest und Kunst im öffentlichen Raum sind - andererseits aber zusammengestellt auch als handfeste Barrikade dienen können. Die sogenannte #Spiegelbarrikade hatte dann am vierten Juni bei den verschiedenen Gegendemonstrationen ihren großen Auftritt!
  2. Ab 9:30 ging es am Schauspielhaus los. Man traf sich, erkundigte sich nach dem neuesten Stand und ging dann gemeinsam auf die zwei verschiedenen Demonstrationszüge - der Demo des "Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus" sowie dem BlockaDO-Protest. Artur van Balen (Tools for Action) wünschte allen einen friedlichen und erfolgreichen Demo-Tag.
  3. Zuerst der Blick auf BlockaDO. Auf dem Weg vom Hafen zur Unionstraße wurden die Würfel während des Demonstrationszugs aufgeblasen.
  4. Bei der Unionstraße nahe des Künsterhauses wurde der BlockaDO-Zug dann größtenteils von Polizeimannschaften eingekesselt. Unwissen, wie man nun weitermachen sollte, wich nach einer Zeit der Frustation. Die Stimmung wurde nicht besser, als eine Polizeimannschaft bei den ersten fliegenden Würfeln bereits mit Pfefferspray und Wasserwerfer reagierte. Auf Twitter kochten die Emotionen hoch. Im Nachhinein lässt sich aber wie immer schwer beurteilen, wer da zuerst provozierte.
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