#lndw2015 am HZB: Experimente, Blitze und Spaß

So war's bei uns am HZB in Wannsee. Riesige Geräte, spannende Laborführungen, tolle Mitmachexperimente - und ein Unwetter. Ihr seid trotzdem da geblieben. Danke, dass ihr dabei ward! 1.300 Besucher in Wannsee - das ist Spitze! (von Silvia Zerbe)

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  1. Ziemlich schweißtreibender Start in die Lange Nacht bei schwülen 25 Grad. Abstrampeln auf dem Energiefahrrad - und staunen, wie lange man treten muss, ehe die Lampen aufleuchten. Puh, geschafft.
  2. Ich habe mal im Zelt des Schülerlabors nachgemessen, was besser geht: Die Kartoffel hat mehr Strom erzeugt als die Zitronen. Warum? "Das sind eben Naturprodukte mit unterschiedlichen Zusammensetzungen. Da kann man nie genau wissen. Mal siegt die Kartoffel, mal die Zitrone". Nettes Experiment, das ihr sehr leicht zu Hause nachmachen könnt.
  3. Dunkle Wolken ziehen über Wannsee auf. Wir ignorieren sie, solange es geht und hoffen auf gute Aussichten... Hat leider nichts geholfen: Gegen 19 Uhr bricht ein starkes Gewitter los, die Besucher huschen in die Zelte, der Regen prasselt heftig, es bilden sich kleine Bäche.
  4. Leider gibts kein Foto, weil wir damit beschäftigt waren, alles schnell ins Trockene zu tragen. Kurz vor 20 Uhr endlich Entwarnung: The Show must go on.
  5. Schlangestehen an dem kleinen Stand, wo eine dünne Goldlegierung auf mitgebrachten Schmuck, kleine Eulen-Anhänger oder 1-Cent-Stücke aufgetragen werden. Und immer wieder die Frage der Kinder: "Ist das echtes Gold?"
  6. Unser neues Highlight am HZB: der Hochfeldmagnet - zum ersten Mal könnt ihr ihn bewundern. Er ist rechts im "Käfig" zu sehen und sieht aus wie eine riesige Waschmaschine aus Edelstahl. Er lieft 26 Tesla. Das ist etwa 1 Million mal stärker als das Erdmagnetfeld. Nirgendwo sonst gibt es auf der Welt einen so starken Magneten, der in Kombination mit Neutronen arbeitet.
  7. Restlos ausgebucht: fast 500 Menschen sehen sich bei Führungen die Experimentiereinrichtungen um den Forschungsreaktor BER II und den Hochfeldmagneten an.
  8. Ein Publikumsrenner: Die Führungen in die Labore der Energieforschung. Mindestens 200 Personen waren dabei! Und was gab es zu sehen? Extem kurzes Laserlicht im Femtosekundenlabor, leuchtendes Plasma im Sputterlabor und erstaunliche Aufnahmen unter dem Rasterelektronenmikroskop und dem Transmissionselektronenmikroskop.
  9. Wieder eine tolle Idee aus dem Schülerlabor: Einfach aus Muttis Küchenschrank ein paar Zutaten nehmen und Knete herstellen, die Strom leitet! Das kleine Experiment funktioniert übrigens nur, wenn die roten Knetwürste nicht miteinander verbunden sind. Dann sind die Elektronen gezwungen, durch die LEDs zu wandern. Oder ihr stellt "isolierende" Knete (blau) her. Dafür nehmt ihr für die Knete Zucker (anstelle des Salzes) und tut noch ein bisschen blaue Lebensmittelfarbe dazu.
  10. Danke an alle Besucher für den tollen Abend. Es hat uns viel Spaß gemacht. Und natürlich 1.000 Dank an alle Helferinnen und Helfer für das bunte Programm!
  11. Im nächsten Jahr geht's weiter: Dann sind wir mit dem Elektronenspeicherring BESSY II in Adlershof dabei. Unbedingt vormerken: 11. Juni 2016. CU!
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