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  1. 17. Februar 2012: Christian Wulff erklärt seinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten. Begründung: Er könne seine Aufgaben wegen der Vorwürfe gegen ihn „nach innen und außen“ nicht mehr richtig wahrnehmen; seine Wirkungsmöglichkeiten seien „nachhaltig beeinträchtigt“.
  2. Wulff-Rücktritt-Presseerklärung
  3. Wulff Rücktritt auf Twitter
  4. Kurz nach Wulffs Erklärung tritt Kanzlerin Angela Merkel  vor die Presse. Sie habe den Rücktritt mit „größtem Respekt“ und „tiefem Bedauern“ aufgenommen.  Mit Blick auf den Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover, Wulffs Immunität aufzuheben, sagte sie, es sei eine Stärke des Rechtsstaats, „dass er jeden gleich behandelt, welche Stellung auch immer er einnimmt“. Mit seinem Rücktritt stelle Wulff das Amt über seine persönliche Überzeugung, rechtlich korrekt gehandelt zu haben.
  5. Das Statement von Merkel zur Rücktrittserklärung des Bundespräsidenten Christian Wullf 17.02.2012
  6. 16. Februar 2012: Die Staatsanwaltschaft Hannover teilt mit, dass sie Aufhebung der Immunität des Bundespräsidenten wegen des Verdachts der Vorteilsannahme beantragt: Pressemitteilung
  7. 8. Februar 2012: Gerade als sich die Wogen wieder zu glätten scheinen, kommen neue Vorwürfe auf: Der Film-Unternehmer David Groenewold soll Wulff einen Luxus-Kurzurlaub auf Sylt bezahlt haben. Wulff gibt an, das Geld umgehend in bar zurückerstattet zu haben. Zudem hat Groenewold Wulff offenbar eines seiner Firmenhandys überlassen und den Bundespräsidenten zum Oktoberfest eingeladen. Auch hier wird Wulff große Nähe zu Unternehmern und zur Glamourwelt zum Verhängnis. Pikant ist die Sache mit Groenewold, weil die niedersächsische Regierung dessen Firma Bürgschaften gewährt hat.
  8. 24. Januar 2012: FR-Autor Stephan Hebel reicht es jetzt - nicht nur mit Wulff, sondern auch mit Journalistenkollegen von ZEIT bis Wirtschaftswoche, die den Bundespräsidenten in Schutz nehmen und kritischen Medien wie der FR einen gleichgeschalteten "Rudel-Journalismus" vorwerfen.
  9. Mit den Vorwürfen gegen Glaeseker rückt auch der Leiter des Präsidialamtes in den Fokus. Auch ihn brachte Wulff aus Hannover mit. Wie passt dieser Idealtyp eines deutschen Beamten in das Bild einer Staatskanzlei, die womöglich der Korruption Vorschub geleistet und das Parlament belogen hat? Sollte Olaf Glaeseker das alles allein bewerkstelligt haben? Am Chef der Regierungszentrale und am Chef der Regierung vorbei? FR-Autor Holger Schmale hat da seine Zweifel:
  10. Indessen entdecken findige Werbe-Strategen das Potenzial der Wulff-Affäre:
  11. Andere inspirieren die Volten des Staatsoberhaupts zu lyrischen Kapriolen:
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  13. 23. Januar 2012: Wulffs Distanzierungen von seinem Ex-Sprecher scheinen der Korruptionsexpertin Edda Müller von Transparency International unglaubwürdig. Die Opposition wirft Wulff vor, Glaeseker zum Bauernopfer zu machen:
  14. FR-Online-Autorin Nadja Erb kommentiert den Wulff-Auftritt: "Christian Wulff will auch die neuen Vorwürfe gegen sich aussitzen. Mit seinem jüngsten Auftritt gibt er eine Antwort auf die Frage, wie lange er sich, dem Amt und dem Land dieses beschämende Theater noch zumuten will: unerträglich lange."
  15. 20. Januar 2012: Schon wieder gibt es neue Vorwürfe gegen Wulff - wieder einmal aus der Kategorie Schnäppchenjagd: Der Bundespräsident lässt sich vor zwei Jahren von einem Marmeladenhersteller zum Münchner Filmball einladen. Zufall oder nicht: Wenige Wochen zuvor spricht er auf einem Vortrag des selben Unternehmens.
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