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Rauchzeichen setzen: Wie @weedthepeople69 auf Twitter über die Legalisierung von Cannabis diskutiert

Mein Versuch, mich an der Debatte über THC-haltige Substanzen zu beteiligen

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  1. Mit Hoffnung (und ein wenig Hunger) schielen Pot-Heads auf der ganzen Welt immer wieder in die USA. Dort haben sich Staaten wie Colorado oder Washington mit einer liberalen Haltung zu Cannabis zu Tourismus-Magneten entwickelt. Hierzulande ist die Politik aber leider nicht so progressiv. Zwar sprechen sich SPD, FDP und Grüne bereits öffentlich für eine Legalisierung aus. Solange die Union aber auf Regierungsebene ein entscheidendes Wörtchen mitzureden hat, bleiben der Legalisierung wenige Chancen. Erst im Januar erklärte der Bayerische Verfassungsgerichtshof ein Volksbegehren pro Cannabis für unzulässig, da dies nicht mit Bundesrecht vereinbar sei.
  2. Argumente von Legalisierungs-Befürwortern sind bekannt: Gras sei weniger gefährlich als zum Beispiel Alkohol, der von Passau bis Cuxhaven fest in der germanischen Lebenskultur verankert ist. Durch eine Legalisierung von Cannabis könne man zudem den Schwarzmarkt beseitigen und neue Steuereinnahmen generieren. Zudem ließe sich ein legales Produkt durch staatliche Auflagen viel besser kontrollieren, auch was die Qualität betrifft.
  3. Auch für mich geht es in der Frage keineswegs darum, möglichst viele Optionen zum Rausch bei der Hand zu haben. Wer will, kann sich auch heute schon jederzeit mit Gras eindecken, obwohl es illegal ist. In großen Städten wie in Köln gibt es unzählige Plätze, an denen nicht nur im Schutz der Dunkelheit so manches Kraut den Besitzer wechselt.
  4. Ich halte das Thema für gesellschaftlich relevant, weil das anhaltende Verbot für mich einen Eingriff in unsere persönliche Freiheit darstellt und in sich einfach nicht schlüssig ist. Solange Cannabis verboten ist, müssten sämtliche Formen von Alkohol ebenfalls verboten sein. Und, wie der Bayer sagt: "Da sei Gott vor!"
  5. Die Debatte um dieses Thema kocht seit Jahren immer wieder hoch - so richtig vom Fleck bewegt sie sich scheinbar aber nicht. Mich interessiert jetzt, wo die nächste KFC-Filiale ist...äh, ob die Diskussion über Legalisierung im Alltag der sozialen Netzwerke geführt wird. Dazu melde ich mich als "GanjaGod" auf Twitter an. Vielleicht ergeben sich ja ein paar Grasgespräche.
  6. Erstmal geht es aber mit etwas aus der Kategorie "Humor" los. Der US-amerikanische Schauspieler und TV- und Radiohost John Fugelsang macht sich mit einem ironischen Kommentar über die Ergebnisse von Justin Biebers Drogentest lustig.
  7. Fugelsang schreibt: "Justin Biebers wurde positiv auf Cannabis und Xanax (ein beliebter Angstlöser, probiert das nur mit Zustimmung eurer Eltern aus, Anm. d. Red.) getestet. Manche werden sich jetzt wohl wundern, warum die Musik nicht besser ist."
  8. Ah, Bieber-Bashing - ich bin direkt mit einem Retweet an Bord und versuche mir selbst noch einen geistreichen Kommentar einfallen zu lassen.
  9. "Die Dosis macht das Gift...und in diesem Fall ist das Gift seine Musik." Leider zieht diese Sternstunde der Comedy keine großartige Resonanz nach sich.
  10. Wie auch immer, wir machen mit einem meiner Lieblings-Comedians weiter. Bill Burr redet normalerweise lieber über feinen Whiskey, in einer Sonderausgabe seines wöchentlichen Podcasts hat er sich aber auch mit dem Thema Marihuana beschäftigt.
  11. Im Podcast spricht Burr über einen Artikel der New York Times. Laut diesem gehen große Pharma-Konzerne scharf gegen Marihuana vor, da Patienten es pharmazeutischen Schmerzmitteln vorziehen würden. Ein User meldet sich mit einem anderen Artikel bei Burr. In diesem wird beschrieben, dass die legale Marihuana-Industrie in einer Art Goldrausch steckt. So sei der Umfang legaler Verkäufe in den USA im Jahr 2015 von 4,6 Milliarden auf 5,4 Milliarden Dollar angestiegen. Ich retweete einfach mal fleißig:
  12. Dann melde ich mich selbst nochmal mit wenig Erfolg bei Burr. Der Bostoner Comedian lässt sich immer gerne über alles mögliche aus, also sind die legalen Geschäftsmöglichkeiten mit Marihuana für ihn vielleicht auch ein gutes Thema:
  13. Grob paraphrasiert: "Selbst als Typ, der seinen Alkohol liebt, erkenne ich die Möglichkeiten an, die legales Marihuana für Firmen bietet."
  14. Retweeten ist wahrscheinlich immer noch die beste Chance, Aufmerksamkeit zu bekommen. Deshalb melde ich mich als nächstes beim "Rundfunk Berlin-Brandenburg", der eine interessante Kriminal-Meldung postet:
  15. Wieder schlage ich in die alte Schwarzmarkt-Beseitigungs-Kerbe:
  16. Auf was man nicht alles stößt, wenn man auf Twitter nach "Gras" sucht:
  17. Ich biege mir den Schafspost so zurecht, dass er auf mein Thema passt, und finde direkt Freunde. Jedenfalls gefällt @Ostfriesland_px mein Tweet, und durch den Hashtag #legalizeit wird eine Stoner-Bekleidungsfirma aus Chicago kurzzeitig auf mich aufmerksam. Auf jeden Fall eine interessante Kombination von Accounts und bis heute mein populärster Tweet.
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