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Lustige Sprüche in der Bahn: Wie @kvbmomente versucht, Twitter-User zum Lachen zu bringen

Mein Versuch, die Kölner ÖPNV-Nutzer zu meinen Followern zu machen.

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  1. Unterhaltsame Twitterer gibt es viele. Ich wollte wissen: Gelingt es mir auch, über Twitter Menschen zu unterhalten und so eine Followergemeinde aufzubauen? Lange habe ich mir darüber Gedanken gemacht, was sich kurzfristig umsetzen lässt und Leute ansprechen könnte. Als ich irgendwann in der Straßenbahn in Köln ein sehr lustiges Gespräch mithörte, bekam ich die entscheidende Idee. Ich wollte lustige Gespräche, Witze und auch Fahrerdurchsagen in den Fahrzeugen der Kölner Verkehrsbetriebe, kurz KVB, sammeln und auf Twitter teilen - als Nutzer namens @kvbmomente.
  2. Bevor ich angefangen habe, zu twittern, habe ich mir Gedanken über die Darstellungsform gemacht. Ich wollte nicht einfach nur Tweets schreiben, sondern die gesammelten Gesprächsfetzen ansprechender darstellen. Also habe ich immer ein Bild getwittert, das den Spruch wiedergab.
  3. Womit also anfangen? Logisch: Mit einem Spruch übers schlechte Wetter in den vergangenen Tagen. Am 19. Juni veröffentlichte ich also meinen ersten Post.
  4. Diesen Spruch habe ich in der Linie 1 in Richtung Weiden West gehört und musste drüber lachen. Also raus damit auf Twitter - denn über das Wetter fluchen, das kennt in diesem Sommer ja jeder. Zwei Tage später, im Vorfeld des EM-Spiels Deutschland gegen Nordirland, hörte ich einen Jungen einen ziemlich lustigen Satz sagen. Ich musste schmunzeln:
  5. Mit passenden Hashtags zum Thema (#GER, #NIR) wollte ich versuchen, die Reichweite zu erhöhen. Geklappt hatte das noch nicht, aber ich hatte ja erst begonnen. Für die kommenden Posts erhoffte ich mir mehr Reaktionen.
  6. Später postete ich die erste Durchsage. Eine klassische Situation in der KVB-Straßenbahn, die der Zugführer mit ein wenig Humor verschönerte:
  7. Nebenbei habe ich mir auch einen Instagram-Account für kvbmomente eingerichtet. Ich wollte versuchen, über beide Kanäle die Aufmerksamkeit der User zu bekommen. Meine Idee war: wenn jemand auf Twitter kvbmomente entdeckt, geht er/sie vielleicht auch auf Instagram - und andersherum. Also habe ich meine Bilder mit Sprüchen auch konsequent auf Instagram gepostet:
  8. Das hört man einfach gerne! #kvbmomente #KVB #Koeln #sydney
    Das hört man einfach gerne! #kvbmomente #KVB #Koeln #sydney
  9. Dazu kam, wie auch bei Twitter, immer ein kleiner Kommentar zum Spruch oder - wie in diesem Fall - dem kurzen Gespräch. Diese kurzen Anmerkungen sollten das Gesamte noch ein wenig abrunden. Auch auf Instagram habe ich konsequent den Hashtag #kvbmomente benutzt, um darunter alle Posts sammeln zu können.
  10. Nun fehlte noch das Wichtigste: Follower. Menschen, die meine Posts sehen, liken und retweeten. Zum Glück war ich nicht der einzige Twitterer, der sich mit der KVB beschäftigt. Also bin ich vielen Leuten gefolgt, die in den letzten Tagen und Wochen über die KVB getwittert haben oder sogar in ihrer Profilbiografie über die KVB geschrieben haben. Diese Nutzer sollten schließlich mit meinem Angebot etwas anfangen können.
  11. Das hat auch ziemlich gut funktioniert: Die meisten sind mir zurückgefolgt und einzelne haben auch mit meinem Account interagiert. Um noch präsenter zu sein, habe ich selbstverständlich auch Tweets anderer Nutzer zitiert und kommentiert, zum Beispiel diesen hier:
  12. Die Nutzerin @barbar_aber hatte in ihrem Tweet die Gleisbettarbeiter der KVB gelobt, die die Stockrosen an ihrer Haltestelle stehen gelassen haben. Zack, kommentiert und retweeted.
  13. Und, so schnell gehts: Die Nutzerin reagierte mit einem Retweet und einem Like auf meinen zitierten Tweet, außerdem likten noch zwei weitere Nutzer und ich bekam einen weiteren Retweet. Damit ist mein erfolgreichster Tweet - was Likes und Retweets angeht - ein zitierter Tweet eines anderen Users und nicht mal ein eigener Tweet. Das zeigt, wie wichtig und wirksam direkte Interaktion auf Twitter ist: nur durch das direkte Gespräch mit anderen Nutzern erlangt man Aufmerksamkeit.
  14. Unter meinem Retweet entsteht ein paar Tage später ein Gespräch zwischen zwei Nutzern über die Bepflanzung einer KVB-Haltestellen:
  15. In den folgenden Tagen habe ich noch drei weitere Sprüche gepostet. Einmal habe ich es mit einem Witz versucht:
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