Therapie der Höhenangst

Spezifische Phobie mit der starken Angst vor Höhe

  1. Klassifikation nach ICD-10 F40.2 Spezifische (isolierte) Phobien Akrophobie
  2. Was ist Höhenangst ? 
    Angst ist zunächst einmal ein ganz normales Alarmsignal, das uns z.B. vor einem Absturz warnen soll. Der Höhenschwindel ist hier also zunächst
    ein völlig normales Phänomen. Nicht normal ist es, wenn die Angst vor 
    der Höhe zu extremen psychischen und körperlichen Symptomen führt bzw. dann ein sog. Vermeidungsverhalten dazu führt, dass wir bestimmte
    Situationen gar nicht mehr aufsuchen können. 
    Dementsprechend ist zur Überwindung von Höhenangst zunächst wichtig, das Phänomen der Angst zu verstehen, Entspannungsverfahren zu erlernen und dann über eine sog. Konfrontationstherapie = Exposition sich der Angst vor der Höhe zu stellen. 
    Daher gilt die Verhaltenstherapie als sehr wirksame Methode bei Höhenangst
  3. Das ist leider ein ziemlich typisches Beispiel für Höhenangst. In meiner Ausbildung habe ich einen Patienten kennengelernt, der wegen seiner Höhenangst nur mit Bier, d.h. alkoholisiert auf der Autobahn fuhr. 

    Typische Symptome der Höhenangst sind :
    - Schwindel 
    - Schweissausbrüche
    - Herzrasen
    - Gefühl der Benommenheit bzw. starken inneren Unruhe
    - flaue Beine 
    - Angst vor dem Verrücktwerden 

    In der Folge der Angstsymptomatik ist das Vermeiden von den Situationen typisch, die der Patient mit der Angst in Verbindung bringt. Das Problem bei
    Phobien wie der Höhenangst ist, dass sich diese Symptomatik immer weiter ausweitet. Man spricht hier von der Generalisierung der Höhenangst. Dann kann bereits die Vorstellung bzw. Gedanken an Höhe eine entsprechende Angstreaktion auslösen. 

  4. Was steckt hinter Höhenangst?
  5. Helfen Medikamente gegen Höhenangst ?

    Letztlich gibt es keine Medikamente gegen Höhenangst. 
    Einige Psychologen bzw. Ärzte werden vielleicht zur Einnahme von bestimmten Antidepressiva (z.B. SSRI bzw. Venlafaxin) raten, die dann einen Einfluss auf die Angstsymptomatik haben sollen. Dies sind aber keine Mittel direkt gegen die Angst. 
    Benzodiazepine wie z.B. Tavor (Lorazepam) wären dagegen schon gegen die Angst selber wirksam. Das ist aber auch ihr eigentlicher Nachteil. Gerade weil sie so wirksam sind, gewöhnt man sich daran. Sie haben ein vergleichsweise starkes Abhängigkeitsrisiko. Das bedeutet, dass man sie allenfalls kurzfristig einnehmen sollte. Zudem machen sie müde, so dass beispielsweise Autofahren oder andere Alltagsaktivitäten unter Medikamenteneinfluss nicht möglich sind. 

    Der Einsatz von Cortisol als Therapie ist bisher nach meiner Kenntnis auf Forschungsanwendungen beschränkt.. Aber interessant ist es schon
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