Cannabis induzierte Psychose

Kiffen bzw .chronischer Haschisch-Konsum führt bei entsprechender Verlangung häufig zu einer Psychose.

  1. Da ich beruflich viel mit Jugendlichen bzw. Erwachsenen mit ADHS zu tun habe, habe ich relativ viele Cannabis-Konsumenten unter meinen Patienten gehabt. Vermutlich Kiffen ja mehr oder weniger alle Jugendlichen mal einen Joint. Aber sie hören in aller Regel auch wieder damit auf.

    Leider ist es aber gerade so, dass früher Cannabis-Missbrauch bei einer entsprechenden biologischen Veranlagung (wir sprechen hier von Disposition) zu ganz erheblichen Auswirkungen führen kann. Aus meiner Sicht ist die Cannabis-Psychose mit häufig anzutreffenden paranoiden Symptomen dabei eine der schlimmsten Komplikationen. Nicht selten geht es dann auch in eine sog. Negativ-Symptomatik über, d.h. Antriebsmangel, Strukturlosigkeit bzw. eine affektive Verflachung mit Anteilslosigkeit und Interessenmangel. Das ist dann sehr schwer medikamentös in den Griff zu bekommen, zumal eben auch Neuroleptika so ihre Probleme und Komplikationen haben.
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