Arbeitssucht

Stoffungebundene übertriebene bzw. zwanghafte Einstellung zu Leistung und Arbeit unter Vernachlässigung von Entspannung bzw. Freizeit und Gesundheit bzw. erheblichen negativen Konsequenzen für Partner und Familie

  1. Ob man nun einen "workaholic" im Sinne einer nicht stoffgebundenen Suchterkrankung erfassen bzw. definieren sollte, ist mehr als umstritten. Dennoch gibt es bestimmte Persönlichkeitsmerkmale bzw. Einstellungen, die zu einem offenbar ungesunden Arbeitsverhalten führen können. 

    Es gibt Untersuchungen, die sehen schon jeden 9. Arbeitnehmer als arbeitssüchtig an. Das mag nun doch etwas übertrieben sein. Sicherlich problematisch wird es, wenn man zur Erhalt seiner (übertriebenen) Arbeitseinstellung zu leistungssteigernden Medikamenten, Alkohol oder Drogen greifen muss. 

    Nun gibt es sicher Menschen, die über Arbeit bzw. ständige Beschäftigung unangenehme Gefühle oder Zustände quasi überdecken wollen / müssen. Die Arbeit gilt als sozial anerkannte Form seine Zeit bzw. sein Leben zu gestalten. Bestehen soziale Defizite im Umgang mit anderen Menschen bzw. die Unfähigkeit mit Freizeit umzugehen, so kann dies zu einer alleinigen Beschäftigung mit Arbeit bzw. dem Berufsleben führen. Es ist dann wie ein Scheinwerfer-Spot, der ausschliesslich auf den Arbeitsprozess ausgerichtet ist. Alle anderen Lebensbereiche bleiben im Dunkeln bzw. entwickeln sich nicht weiter, was dann dazu führt, dass man sich noch mehr mit der Arbeit beschäftigt. 


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