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Storify: Die Geschichte seid ihr!

Vor einem Monat habe ich mich bei Storify.com angemeldet und meine erste Geschichte geschrieben. Damals war Storify noch in der Public-BETA Phase. Im Folgenden möchte ich euch das Tool genauer vorstellen und meine Erfahrungen in einem mit Storify erstellten Beitrag weitergeben.

  1. Was zum Teufel ist eigentlich Storify? Das habe ich mich Anfang Oktober gefragt, als ich bei Recherchen zum faz.net Relaunch auf einen damit erstellten Beitrag stieß. @fiete_stegers hatte darin die relevantesten Tweets und Reaktionen aus der Social Media-Welt abgebildet.
  2. Storify ist ein Kuratierungstool. Jeder kann damit die Beiträge von Twitter oder Facebook per Drag & Drop mit Videos verbinden, die auf Youtube veröffentlicht wurden. Es ist aber noch viel mehr möglich. Storify bietet seinen Nutzern eine Google-Suche an und zugleich Suchfunktionen für Fotos auf Flickr, oder instagram. Diese lassen sich ebenso leicht in eine neue Geschichte integrieren, wie Elemente aus SoundCloud, Breaking News oder eben von Storify selbst.
  3. Wenn soviele Möglichkeiten angeboten werden, will man sie auch nutzen. Die Versuchung ist groß, aber es ist wichtig ihr zu widerstehen. Es macht keinen Sinn, alles abbilden zu wollen. Es kommt auf die Auswahl der richtigen Tweets und Posts an, die zueinander passen müssen. Allein durch die Anordnung der eingebetteten Materialien sollte schon ein roter Faden erkennbar sein.
  4. Arbeiten lässt sich mit Storify allerdings nur, wenn es auch stabil läuft. Das war in der BETA-Phase nicht immer der Fall. Beim Arbeiten an meiner ersten Geschichte stand ich vor dem Problem, dass ich mich plötzlich nicht mehr über meinen Twitter-Account anmelden konnte. Hier meine Reaktionen, die ich auf Twitter gepostet hatte:
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  6. martin_krauss
    Toller Hinweis von #Storify: Sorry guys! Looks like we're a bit over capacity. Take a break, have cup of coffee, then try again. #fail
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  7. martin_krauss
    @storify bitte schafft euch einen leistungsfähigeren Server an. So ist #storify nicht zu gebrauchen. #genervt
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  8. Durch diese Tweets bin ich dann auch auf die Liste der Storify Hasser geraten:
  9. Eigentlich war ich ja nur frustriert, weil ich an der Geschichte weiterarbeiten wollte. Ich möchte daher hier klar stellen, dass ich definitiv nicht auf die Liste "Storify hate" gehöre. Der Fehler, der mich in die Frustration getrieben hat, lag bei Twitter, wie die Entwickler des Tools auf ihrem Blog erklären.
  10. Am Tag darauf funktionierte das Log-In zum Glück auch wieder.
  11. Allerdings gab es Probleme bei einer anderen Schnittstelle. Storify bietet eine Funktion an, die es erlaubt Geschichten z.B. auch auf Posterous oder Wordpress-Blogs zu veröffentlichen. Das funktionierte trotz der richtigen Einstellungen nicht:
  12. martin_krauss
    @storify Why do I always have "Error posting to wordpress. Check your login information and try again." But my login information is correct
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  13. Storifyhelp
    @martin_krauss We are working on this, but in the meantime you can do a work-around and copy-paste the code into the HTML directly.
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  15. Wie man den Timecodes der Tweets entnehmen kann, hat Storify schnell auf mein Probem reagiert und mir eine Lösung angeboten. Bei meiner zweiten Geschichte funktionierte die Funktion dann wieder reibungslos.
  16. Wie man kuratiert bleibt jedem selbst überlassen. Storify kann man für chronologisches oder thematisches Kuratieren nutzen. Oder man sortiert die Reaktionen nach den Kanälen: Was wurde getwittert? Was haben die User auf Facebook gepostet? Was sagen die Blogger dazu?
    Allerdings sollte jeder Storify-Nutzer sich Gedanken darüber machen, was er eigentlich aussagen will. Die Geschichte muss spannend sein und sich für eine Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln eignen. In den letzten Wochen war die Occupy-Bewegung ein passendes Thema für Storify. Das zeigt auch der Beitrag von Youdaz.com-Autor Pascal Tannich:
  17. Allerdings zeigten die OWS-Proteste auch die Grenzen beim Kuratieren auf. Man kann zwar bei dem Twitter-Plugin in die Vergangenheit blicken und auch ältere Tweets relativ einfach einbinden. Doch das ist von der Masse, der abgesetzten Tweets abhängig. Bei OWS explodierte Twitter regelrecht. Das bedeutete, dass man ältere Tweets über deren Permalink mit der "Embed URL" funktion integrieren musste. 
    Hinzu kam für mich das Problem: Wie selektiere ich jetzt die Masse an Informationen? Das war tatsächlich ein Problem für mich. Was die Tweets angeht, so kann man bei Storify grundsätzlich alle Retweets ausblenden lassen. Das reduziert die Menge schon einmal, aber es ist immernoch genug. Also habe ich mich auf meine selektive Wahrnehmung verlassen und mir die Tweets in die Storyline gezogen, die mir auffiehlen.
  18. Bei meiner zweiten Storify-Geschichte bin ich dann strukturierter vorgegangen. Das liegt zum Einen daran, dass es sich bei einer Fernsehsendung um weniger Material handelt und zum Anderen, dass ich das Social-Media-Material dieses Mal nach den Quellen geordnet habe. 
    In beiden Fällen habe ich abgeschlossene Beiträge produziert. Storify lässt aber auch zu, dass die Nutzer Geschichten erstellen, die sie mehrfach überarbeiten und ergänzen. Das Tool eignet sich somit wunderbar für ein Social-Media basiertes Live-Blogging.

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