Social Media

Einstieg in die Blogosphäre

Rückblick, Überblick und Ausblick über Weblogs und die deutsche Bloglandschaft

  1. "Die ersten Weblogs tauchten Mitte der 1990er Jahre auf. Sie wurden Online-Tagebücher genannt und waren Webseiten, auf denen Internetnutzer periodisch Einträge über ihr eigenes Leben machten." Wikipedia

    Im Laufe der Jahre hat sich die Blogosphäre - sowohl in ihrer Form als auch inhaltlich - professionalisiert und standardisiert. Früher galt lange Zeit:
  2. Heute reichen diese drei Regeln bei weitem nicht mehr aus. Es gibt zwar sowohl technisch als auch stilistisch noch mehr (kreative) Möglichkeiten und Wege, ein Weblog zu führen, aber gleichzeitig auch mehrere Kriterien und Merkmale, die eingehalten werden müssen, allen voran die Impressumspflicht im deutschsprachigen Raum.
  3. Die grundlegendste Unterscheidung, die auch juristisch weitreichende Konsequenzen haben kann:

    a) privates Weblog
    b) kommerzielles Weblog

    In den USA ist die Blogosphäre deutlich professioneller - und damit auch automatisch kommerzieller. Viele Blogger können von ihren Blogs leben, einige bezahlen sogar mehrere Mitarbeiter. In den Medien werden Blogger zum Teil auf einer Ebene mit traditionellen Medien erwähnt. In Deutschland wäre das undenkbar. Deutsche kommerzielle Blogs sind beispielsweise:
  4. Vorbild USA - Beispiele millionenschwerer Blogs

    In den USA gibt es zahlreiche Blogs, die nicht nur Millionen von Besuchern im Monat haben - sondern auch Millionen von Dollar wert sind. Das wohl bekannteste Beispiel aus der Techszene:
  5. Zwischen 25 und 40 Millionen US-Dollar für ein Weblog zeigen eindrucksvoll, in welcher Größenordnung wir uns hier bewegen. Es handelt sich natürlich um eines der größten Übernahmen. (Mehr Infos: Techcrunch: Why We Sold TechCrunch To AOL, And Where We Go From Here)

    Entwicklungsland Deutschland: Noch viel Nachholbedarf

    Und wie sieht es in Deutschland aus?
  6. 46.902 Euro als Spitzenwert für eine Blogversteigerung auf eBay, die es damit sogar in die Tagesschau schaffte. Ebenfalls ein Techblog. Und das war Anfang 2009, seitdem hat sich auf diesem Gebiet nichts getan.
  7. Social Media: Das Zeitalter des Web 2.0

    Parallel zur größer werdenden Blogosphäre entwickelte sich auch das sogenannte web2.0, heute nur noch Social Web genannt. 2005 entwickelte sich  der Trend in Deutschland hin zu den sozialen Netzwerken. Damals waren die größten Netzwerke StudiVZ, Lokalisten und Wer-kennt-wen. Das größte Netzwerk aus den USA hieß MySpace, das auch international reichweitenmäßig am erfolgreichsten war. Doch es wurde nur kurz darauf von Facebook eingeholt und schließlich gnadenlos abgehängt, gleiches galt für Deutschlands mitgliederstärkstes Netzwerk StudiVZ. Nebenbei setzten sich die Nischennetzwerke LinkedIn in den USA und XING in Deutschland im Bereich Business durch, bei den Fotos gewannen jüngst Instagram und Pinterest (letzteres vor allem bei den Frauen) gegenüber dem bisher unangefochtenen Spitzenreiter Flickr stark an Bedeutung. Nebenbei gab es auch noch die Microblogging-Plattform Twitter, die ihre Nische füllte. Ein Mittelding aus den 140 Zeichen-Tweets und langen Blogsposts besetzten Tumblr und Posterous.

    Im Überblick:

    - LinkedIn: 5. Mai 2003
    - XING: 2003 (bis Ende 2006: openBC)
    - Facebook: 4. Februar 2004
    - Flickr: Februar 2004
    - Lokalisten: Mai 2005
    - StudiVZ: 11. November 2005, wird Ende 2012 geschlossen
    - Twitter: 15. Juli 2006
    - Wer-kennt-wen: 3. Oktober 2006
    - Tumblr: 27. April 2007
    - Posterous: Mai 2008
    - Pinterest: März 2010 
    - Instagram: 6. Oktober 2010
  8. Deutschland: Mischformen aus Online-Magazin und Blog
  9. Carta ist seit Herbst 2008 online, The European seit Ende September 2009. Bei Projekten dieser Art wurden zahlreiche Blogelemente aufgegriffen und professionalisiert. Meinungsstarke Beiträge ("Meinung statt Meldung"), stärkere Transparenz (Quellenverlinkung und Querverweise) und eine persönlichere, direktere Form mischten sich mit journalistischem Handwerkszeug und gestandenen Autoren. Der bekannteste Hybrid aus den USA:
  10. Neben den USA gibt es mittlerweile Ableger für Kanada, Frankreich, Italien, Spanien, England. Deutschland ist schon seit längerem in Planung - allerdings nicht vor 2013 (Mehr Infos: Meedia: Deutsche Huffington Post nicht vor 2013).

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JUICEDaniel

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