Am Ende entscheidet die Akzeptanz der Bevölkerung

Anlässlich der Vorstellung der Studienergebnisse des eGovernment MONITOR 2017 veranstalteten wir gemeinsam mit fortiss am 27. Oktober ein Fachgespräch im Bundesministerium des Innern. Dem deutschen E-Government wurde dabei kein gutes Zeugnis ausgestellt.

  1. D21 eGovernment MONITOR 2017_270_web
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  2. D21 eGovernment MONITOR 2017_17_web
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  3. Die Ergebnisse stimmen nicht zufrieden: Gerade einmal vier von zehn Befragten hat in den letzten zwölf Monaten digitale Bürgerdienste in Anspruch genommen und nur die Hälfte ist mit dem Angebot zufrieden. Die digitalen Verwaltungsangebote kommen nicht in der Bevölkerung an, weder als Dienstleistung noch als Entlastung. Mit Blick auf die Ergebnisse unserer Nachbarn Österreich und der Schweiz, wo die Nutzung bei 74 und 61 Prozent liegt, stimmen die Deutschen 41 Prozent noch trauriger. Aber - das wird während der Diskussionen schnell klar - es verwundert auch niemanden der Anwesenden.
  4. D21 eGovernment MONITOR 2017_16_web
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  5. D21 eGovernment MONITOR 2017_36_web
    D21 eGovernment MONITOR 2017_36_web
  6. In einer Zeit, in der wir es gewohnt sind, quasi alles vom heimischen Sofa aus erledigen zu können, wirken die Abläufe in der Verwaltung, die Menge an Papier(en) und Behördengängen kompliziert und undurchsichtig. Der Kontakt zur Verwaltung raubt nicht selten Zeit und Geld – dann auch durchaus Nerven. Mit den Erwartungen und Gewohnheiten einer digitalisierten Gesellschaft hat das nicht mehr viel gemein. Das ist inzwischen auch der Politik aufgefallen und so haben sich alle Parteien im Wahlkampf die digitale Förderung auf die Fahnen geschrieben. Nicht zuletzt, da auch der internationale Druck auf Deutschland wächst, denn als stärkste Marktwirtschaft Europas sollten wir auch in Punkto Digitalisierung Spielmacher sein, stattdessen liegen wir beim Breitbandausbau weit zurück und auch bei der Modernisierung der Verwaltung - durchaus auch ein großer Standortfaktor - können wir nicht wirklich mithalten und geraten immer mehr in Rückstand.
  7. D21 eGovernment MONITOR 2017_41_web
    D21 eGovernment MONITOR 2017_41_web
  8. So zieht Staatssekretär Klaus Vitt (Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik) auch das klare Fazit:
  9. Deutschland müsse jetzt in sehr großen Schritten aufholen. Dabei sei es sinnvoll, nicht allen Evolutionsschritten nachzulaufen, sondern von erfolgreichen Modellen im europäischen Umland zu lernen und zu übernehmen.
  10. D21 eGovernment MONITOR 2017_58_web
    D21 eGovernment MONITOR 2017_58_web
  11. Gerade Estland gilt gerade als Vorzeigeland was eine moderne, digitale Verwaltung angeht. So wird in der ersten Podiumsdiskussion die Gesandte der Botschaft von Estland in Berlin, Marge Mardisalu-Kahar, gefragt:
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