Digitales Erzählen - Transmedia Storytelling bei der #stART11
stART ist eine Konferenz, die seit 2009 versucht Kultur- und Kreativbranche mit Social Media zusammenzubringen. Neben der eigentlichen stARTconference in Duisburg finden bereits in mehreren Städten stARTcamps statt. Die stART11 am 17./18.11.2011 stand unter dem Motto digitales Erzählen.
- Digitale Charaktere
Mit einem digitalen Erzähler ging es auch gleich los. Marcus Brown ist einigen bestimmt als @jackthet, leberliebender Stalker aus Whitechapel, London bekannt. Alles rein digital versteht sich. Oder?! - Mit Streamtelling umschreibt Marcus Brown, wie man einen digitalen Charakter zum Leben erweckt. Die grundsätzlichen Regeln dafür gelten auch online: Haltung, Backstory, Verbündete und Gegner. Dann muss der Charakter aber auch leben, sprich: Sachen machen, Dinge erleben und mit anderen interagieren. Muss ja nicht immer gleich eine Stalker-Geschichte sein...
- Allerdings glaube ich nicht, dass digitales Erzählen nur noch aus der ewigen Mitte besteht. Eine Geschichte braucht immer noch Anfang, Mitte und Ende - selbst wenn es vielleicht nur das "Staffel"ende ist. Charaktere müssen sich immer noch weiterentwickeln sonst wird es irgendwann langweilig, für Leser und Schreiber. (selbst Soaps und Dailys haben größere Storybögen). Durch die Möglichkeit als Experiencer (User/Leser/Spieler/...) zu jedem Zeitpunkt in die Geschichte einzusteigen, wird es für den Erzählenden zur Herausforderung immer wieder Eingänge zu bieten - und die Story an einem Ort (noch besser: mehreren) Ort komplett nachvollziehbar zu machen. Und zwar am besten in einem Stufenmodell: die ganze Geschichte bis zum jetzigen Zeitpunkt in 2 Minuten, 10 Minuten usw.
Die stART11 ist vorbei, aber was ist geblieben? | Karlshochschule International UniversityAuch in diesem Jahr habe ich mich wieder auf die Reise nach Duisburg begeben um Deutschlands einzige Konferenz zum Thema Kultur und Socia...- Transmedia Storytelling
Amos von vm_people holte dann noch ein bisschen weiter aus und löste ein wahres Twitter-Feuerwerk aus:
Transmedia ManifestThe art of storytelling has always been subject to change. Through the process of digitalization and the accompanying media convergence, ...- Hoffentlich kommt auch bald das Video des Vortrags - es war extrem unterhaltsam und inspirierend!
- Location-Based-Storytelling
Gemeinsam mit Patrick Möller habe ich dieses Jahr selbst präsentiert. In der unglaublich tollen Kalvinistenkirche - erzählten wir etwas über die Möglichkeit, Geschichten ortsabhängig zu erzählen. Das mobile Web kann aus der herkömmlichen Schnitzeljagd, aus Geocaching und Versteckspielen die spannendsten Erlebnisse machen. Wir hatten uns für den Ruhrort auch ein kleines Spiel ausgedacht. Mit der App Wherigo (für Android: Wherugo) kann man "Mercators Ruhrort Rundgang" auch heute noch runterladen und durchspielen.
- Im zweiten Teil präsentierten wir dann
- Hintergründe, welche Spiel-Mechanismen zugrunde liegen (können) und stellten Tools wie Storytude und Projekte wie Streetview Literature vor, die bereits mit Location-Based-Storytelling arbeiten.
Weitere Highlights
Am tollsten war für mich auch 2011 wieder die Begegnung mit tollen, kreativen Leuten. Ob das die ganzen stART11en wie @dasBogenfenster oder @sinnundverstand (Kuchen!!!) waren, oder Twitternamen, zu denen ich endlich die Menschen dazu fand wie @crocksberlin oder @federlesen: vielen Dank an Frank, Christian, die Haniel-Akademie und alle stART-Helfer, es war toll. 







