Hello iPad user! You should definitelydownload and try our free iPad app!

Published (M)

Begegnung mit Portugal

Der Zeilitzheimer Sommer, 1.-3. Juli 2011, steht unter dem Motto "Begegnung mit Portugal".

  1. Zeilitzheimer Sommer "Begegnung mit Portugal" - 1.-3.7.2011

    Ein Wochenende mit Musik, Kunst und Kulinarischem unter
    Mitwirkung der Deutsch-Iberischen Gesellschaft Würzburg e.V.  und mit Unterstützung des Förderkreises Schloss Zeilitzheim e.V.
    Schirmherr: Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer.
  2. Freitag, 1.7.2011, 19.30 Uhr
    "TUDO ISTO É FADO"
    Ursprünge und Formen des Fado. Musik und Text im Dialog.
    Prof. Dr. Winfried Kreutzer, Deutsch-Iberische Gesellschaft Würzburg (Text);
    Prof. Jürgen Ruck mit Studierenden der Hochschule für Musik Würzburg (Musik).
    Eintritt: € 15,--
    Abendessen im Anschluss: Feijoada à potuguesa (portugiesisches Bohnengericht), € 15,-- inkl.Tischgetränken.
  3. Samstag, 2. Juli 2011, 19.30 Uhr
    "AMOR LISBOA SAUDADE"
    Das Ensemble Fado Sul musiziert klassischen Fado bis brasilianische Chourinha.
    Daniela Bauer, Sopran; Luíz Maria Hölzl, portugiesische Gitarre; André Herteux, spanische Gitarre.
    Eintritt: € 20,--  
    Abendessen im Anschluss: Arroz de pato à portuguesa (Ente portugiesich), € 15,-- inkl. Tischgetränken.
  4. Sonntag, 3. Juli 2011, 10.30 Uhr
    "IM ÜBRIGEN BIN ICH VERRÜCKT"
    Literarische Matinee
    Peter Hub, Schweinfurt, liest aus portugiesischer Literatur (Pessoa u.a.)
    Anschließend:
    LUSITANO
    Eleganz und Anmut des portugiesischen Pferdes. Dressurarbeit am langen Zügel mit Joao Mimoso.
    Eintritt: € 12,--
  5. Freitag bis Sonntag, 1.-3. Juli 2011:

    Ausstellung "INTERVENTIONEN IM RAUM"

    Mit Werken von Rosário Rebello de Andrade, Werneck.
  6. H I N T E R G R U N D I N F O R M A T I O N E N
  7. Der Zeilitzheimer Sommer 2011 wird unterstützt von:
  8. Zum Inhalt:
  9. Zu den Künstlern und Ensembles:
  10. Ausstellung: "Interventionen im Raum". Rosário Rebello de Andrade, Werneck.
  11. Eigens für die Sommerausstellung "Begegnung mit Portugal" im Schloss Zeilitzheim  schafft Rosário Rebello de Andrade ein thematisches Projekt. Dazu entwickelt sie eine ganz eigenwillige Route, deren roter Faden sich dem Besucher beim Gang durch das Schloss offenbaren kann.

    Obwohl die Künstlerin sich vorrangig der Malerei widmet, zeichnen sich ihre Arbeiten der letzten Jahre durch einen stark konzeptuellen Charakter aus. In ihre Werke eingeflochten finden sich Ausdrucksformen, die der europäischen Literatur entlehnt sind oder aber aus dem Bereich der „site specific“-Kunst kommen. Dies ist der Fall bei der Ausstellung im Jahr 2009 anlässlich des Gedenktags Portugals, des portugiesischen Dichters Camões und der Länder der Europäischen Gemeinschaft, die den Titel „Portugiesische Künstler draussen“ trägt und vom Museum des Staatspräsidiums der Republik Portugal organisiert wird.

    Hier zeigt Rosário Rebello de Andrade erstmals einen Film, der das dichterische Werk des Philosophen Karl Jaspers anspricht.

    Für das vorliegende Projekt bedient sich Rosário Rebello de Andrade architektonischer Elemente des Schlosses Zeilitzheim, sowie einiger Möbel und dekorativen Elemente, die im Besitz der Familie von Halem sind. Diese zum Ausgangspunkt für die Entwicklung des vorliegenden Projektes genommen, führt sie uns in das ihr eigene poetische Universum ihrer Arbeiten ein.  

    Am Ende der Route wartet auf den Besucher ein Stelldichein mit der portugiesischen Dichtkunst, das sich in Form eines Films präsentiert, der dieses mal aus dem dichterischen Werk des portugiesischen Schriftstellers Fernando Pessoa schöpft.

  12. Biographie:

    Geboren in Portugal, 1953

    1985 - 1993 — Kunststudium an der Kunstakademie Ar.Co, Centro de Arte e Comunicação Visual, Lissabon.

    Masterschulerin bei Prof. Dr. Manuel Castro Caldas.

    1993 - 1994 — Stipendium von der Luso-Amerikanischen Stiftung in den Vereinigten Staaten an der Universität Massachusetts, Keramik Department.

    1994 - 1995 — 2-jähriges Forschungsstipendium für Malerei von der Stiftung Calouste Gulbenkian.

    Teilnahme an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst im Convento da Arrábida, Portugal, z.B. bei Dr. Manuel Castro Caldas von der Luso-Amerikanischen Stiftung, Portugal; Francesco Pellizzi, Gründer der DIA Center of the Arts, N.Y., U.S.A.; Prof. Robert J. Loescher vom Art Institute of Chicago, U.S.A.; Bildhauer Anthony Gormley, England.

    1994/97 — Dozentin für Malerei und Zeichnen an der Kunstakademie Ar.Co, Centro de Arte e Comunicação Visual, Lissabon, bis ihrer Umzug nach Deutschland im Jahr 1998

    Einzelausstellungen:

    2009 — Architekturen . Künstler . Spaziergänge . Landschaften, Alecrim 50, Lissabon, Katalog.

    2008 — PERLE-QUELLE-BELLE, Kulturpackt Stadt Schweinfurt.

    Die Vögel singen in Werneck, Aktionskunst “Lebendiger Frühling”, Werneck.

    2004 — Malerei, Atelier & Galerie Andi Schmitt, Randersacker.

    1996 — Installation Botanische Museum, Lissabon, Katalog;

    Romance Mudo (Der Stumme Roman), Galeria Diferença, Lissabon, Katalog.

    1992 — Malerei, Galeria Quadrum, Lissabon, Katalog;

    Zeichnungen, Galeria Diferença, Lissabon;

    1988 — “O Tempo, o Triângulo e a Fonte” (Die Zeit, das Dreieck und die Quelle), Palácio Galveias, Lissabon.

    Zahlreiche Gemeinschaftausstellungen in Portugal und in Deutschland.

  13. Musik und Literatur:
  14. Fado Sul

    Im Süden (port.: sul) Europas liegt Lissabon, und nur in dieser faszinierenden Metropole, einem Schmelztigel, wo Portugiesen mit Reisenden aller Länder in ständigem Austausch leben, konnte eine urbane Musik entstehen, die verschiedenste musikalische Einflüsse zu einer solch vollkommenen Verbindung bringt, dass ein neuer, ureigener Stil entsteht – der Fado.


    Aus dem Süden Deutschlands kommen Daniela Bauer, Luís Hölzl und André Herteux, die sich als Fado Sul dieser faszinierenden Musik verschrieben haben. Sie interpretieren den Fado in der klassischen Besetzung: Die silbrig glitzernden Melodielinien der guitarra portuguesa Luís Hölzls umspielen in immer neuen Wendungen den dunkel volltönenden Sopran von Daniela Bauer. Der warme Klang der klassischen Gitarre von André Herteux verleiht dieser intimen Zwiesprache ihr harmonisches und rhythmisches Fundament. Gemeinsam durchschreiten sie die ganze emotionale Bandbreite des Fado, die sich durchaus nicht auf die sprichwörtliche saudade, die sehnsüchtige Wehmut, beschränkt, sondern von tiefempfundenem Schmerz bis zu ekstatischer Freude reichen kann.


    Todo isto existe

    Todo isto e triste

    Todo isto e fado


    Das alles existiert

    Das alles gibt es

    Das alles ist Fado


    Kennengelernt haben sich die drei jungen Musiker während ihres Musikstudiums, und ihre profunde klassische Ausbildung ist es, die ihnen einen individuellen Zugang zur Welt des Fados ermöglicht hat. Denn der Fado ist noch immer eine Musik, die weitgehend mündlich überliefert wird, was dazu geführt hat, dass sie außerhalb Portugals äußerst selten aktiv ausgeübt wird, ungeachtet ihrer internationalen Popularität. Fado Sul haben sich den besonderen Interpretationsstil der fadistas mithilfe minutiöser Transkriptionen der Tonaufnahmen von Amalia Rodrigues, der bedeutendsten Fadosängerin, erarbeitet, um ausgehend von dieser Erfahrung einen eigenen Stil zu entwickeln. Zudem konnte Luís Hölzl, der selbst portugiesische Wurzeln hat, seine Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Größen der portugiesischen Fado-Szene wie Cristina Branco und Bernardo Couto einbringen.

  15. Kurze Vita Peter Hub

    Peter Hub ist freier Schauspieler, lebt in Schweinfurt, macht Theater verschiedenster Genre sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Er spielt Solostücke sowie Stücke in unterschiedlichen Ensembles, Bandbreite: ernst bis heiter.

    Auszug aus einer Theaterkritik:
    Eine schauspielerische Glanzleistung gelang Peter Hub bei der Premiere von Nikolai Gogols „Aufzeichnungen eines Verrückten“ in der Disharmonie. Seine Darstellung des russischen Titularrates Akssentij Iwanow war schlichtweg überwältigend“Eines seiner großen Steckenpferde sind Lesungen und Rezitationen von Gedichten, die er in der Regel spielt, teils pantomimisch oder auch rhythmisch unterlegt.

    Auszug aus einer Kritik:

    „…Der Schauspieler schlüpft gekonnt in die Gedichte hinein und erweckt sie zu prallem Leben. Mit Mimik und Gestik setzt er das Gesagte eindrucksvoll in Szene und zieht mit seinem faszinierenden Spiel seine Zuhörer und Zuschauer in den Bann…“

    Sei 1995 Mitglied der Schweinfurter Autorengruppe. 1997 Veröffentlichung der Fabelgeschichte: „Der Steppentraum des Löwen Flausch“.

    Auszug aus einer Kritik:
    „… gebannt lauschten die Kinder. Grund dafür war vor allem der ausgezeichnete Vortrag des freien Schauspielers Peter Hub. Der Löwe brummte mit tiefer Bassstimme, die Maus piepste mit dünnem Fistelstimmchen. Dazu rollte Peter Hub mit den Augen, zog die Brauen hoch oder hob gestikulierend die Hände…“
  16. Fernando Pessoa

    Álvaro de Campos war Schüler von
    Alberto Caeiro, genannt der Meister. Sein Gegner war Ricardo Reis. Zu diesem Kreis gehört auch der englisch dichtende Portugiese Alexander Search. Aber Sie können diese Dichter auch wieder vergessen, denn alle vier sind sie Pseudonyme von Fernando Pessoa, dem ersten modernen Dichter Portugals.

    In Lissabon 1888 geboren, in Südafrika zweisprachig aufgewachsen, kehrt Pessoa mit 13 Jahren zurück nachLissabon, arbeitet bis zu seinem Tod als Handelskorrespondent, widmet sich seinem dichterischen Werk und lebt am Rande der Armut. Zu seinen Lebzeiten ist kein einzigesBuch mit seinen Texten erschienen. Aber über 25.000 Manuskript-Fragmente findet man nach seinem Tod in seiner Wohnung. Man druckt sie, die Menschen lesen sie. Und Fernando Pessoa wird berühmt. So berühmt, dass seine Gebeine 50 Jahre nach seinem Tod ins portugiesische Nationalheiligtum nach Belém, wo die portugiesischen Könige begraben liegen, überführt werden.

    Nein: ich will nichts.
    Ich sagte schon: ich will nichts.
    Kommt mir nur nicht mit
    Schlussfolgerungen!
    Verschont mich mit allen
    Kunstdoktrinen!
    Sprecht mir nicht von Moral!
    Zählt mir nicht die Eroberungen der
    Wissenschaft auf!
    Im übrigen bin ich verrückt und bin
    es mit vollem Recht.

    Auszug aus: Lisbon revisited von Fernando Pessoa

Did you find this story interesting? Be the first to or comment.

Liked!
Total views
614