Hörbar glaubwürdig

Die Grenzen zwischen den Mediengattungen verwischen. Nach dem Motto: „Wir müssen überall sein, wo die Hörer sind“, mischen auch die Radiosender längst kräftig auf den neuen Plattformen mit, die durch Social Media und das Internet entstanden sind. Dagegen blieben Angriffe auf die Wort- und Audiokompetenz des Radios bisher überschaubar. Das ändert sich gerade. Radiomacher dürfen die neue Audiokonkurrenz nicht unterschätzen. Musikstreamingdienste experimentieren plötzlich mit Wortformaten, neue Podcastformen entstehen, Facebook bietet nun auch Live-Audio an und traditionelle Printmedien drängen mit erheblichem finanziellen Engagement und eigenen Teams in den Audiomarkt. Sie alle buhlen um die Gunst der Ohren potentieller Radiohörer - mit Einschaltimpuls.

  1. Vor unserem Bericht über die 13. Tutzinger Radiotage zunächst ein kleiner, aber wichtiger Werbeblock: fair radio!
  2. Mainstream-Journalismus? Warum das Vertrauen schwindet

  3. Was tun gegen die neue Konkurrenz? Wie Relevanz, Glaubwürdigkeit und Empathie des Radios verteidigen? Möglicherweise durch die Besinnung auf seine traditionellen Stärken. Es wird Zeit für eine Qualitätskontrolle des Kernproduktes Radio. Bei den inzwischen 13. Tutzinger Radiotagen stellen sich 50 Journalistinnen und Journalisten diese Fragen: Wie ehrlich (authentisch) kommunizieren wir? Wie gründlich recherchieren wir? Wie reagieren wir angemessen in Krisensituationen und auf populistische Phrasen? Wie spannend erzählen wir – mit welchen neuen Präsentationsformaten? Wo setzen wir noch Themen? Wie nah sind wir tatsächlich der Lebenswirklichkeit unserer Hörer? Den Beginn des Programms markierte eine Diskussion mit der Chefredakteurin des Deutschlandradios Birgit Wentzien, MDR-Landeskorrespondentin Ine Dippmann und dem Kommunikationswissenschaftler Uwe Krüger (Universität Leipzig). Ein ungewöhnlicher Auftakt: Die einen kritisierten die Hintergrundgespräche mit Politikern, die anderen stießen sich an der Bezahlung von Beiträgen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Allen gemein war, dass sie mehr für die Glaubwürdigkeit ihres Berufes, des Radiojournalisten, tun wollen. Birgit Wentzien brachte es auf den Punkt: „Geschichten richtig erzählen, Geschichten zu Ende erzählen, Geschichten umfassend erzählen: Damit haben wir noch genügend zu tun.“
  4. Von sprechenden Toastern und schwarzen Büchsen: Interaktives Radio

  5. Dominik Born ist Fachexperte für Online-Innovation beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF in Zürich. Er empfiehlt den Hörfunkern, neue Ausspielwege mit Alexa, Google Home oder Amazon Echo auszuprobieren. Sonst werden die Nutzer schnell zu den Anbietern wechseln, die mit dem technischen Fortschritt gehen. So durfte ein Zitat, das Albert Einstein zugeschrieben wird, als Fazit für einen spannenden Impuls herhalten: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Es wird also höchste Zeit, sich ins technische Abenteuer zu wagen!
  6. Weiter geht's mit der #Zukunft der #Medien: Die Tutzinger Radiotage fragen nach der Glaubwürdigkeit des Radios und informieren sich über neue Ausspielwege. Hauptsache audio!

#Digitalisierung #Radio #Audio #tura17
    Weiter geht's mit der #Zukunft der #Medien: Die Tutzinger Radiotage fragen nach der Glaubwürdigkeit des Radios und informieren sich über neue Ausspielwege. Hauptsache audio! #Digitalisierung #Radio #Audio #tura17
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