1. Die Fans konzentrierten sich besonders auf zwei große Kritikpunkte: Während die zweite Folge relativ gut ankam, wurden besonders in der letzten vor allem sogenannte "Plot Holes" bemängelt. Damit bezeichnet man Inkonsistenzen in der Erzählung, so kam zum Beispiel die Frage auf wie Sherlock und John den Sprung aus dem zweiten Stock ihres Hauses ohne einen Kratzer überlebten.
  2. Vor allem unter #norbury sammelten Fans ihre Kritik, die manchmal bis in richtige Hassnachrichten überging. Der Direktor der letzten Folge löschte dauraufhin sogar seinen Twitter Account und Mark Gatiss blockierte mehrere seiner Follower. Hier nur einige der anständigeren Tweets:
  3. Der zweite große Punkt war der Vorwurf von "Queerbaiting": Damit bezeichnet man unterschwellige Anspielungen auf homoerotischen Kontext und dann die letztendliche Enttäuschung der dadurch aufgebauten Erwartungen. So wurden in Sherlock von Anfang an immer wieder - jedoch offiziell nur als Witz gemeinte - Hinweise und Anspielungen darauf gegeben, dass Sherlock und John ein Paar sind. Daraus hat sich schnell eine riesige Gemeinschaft an Fans zusammengeschlossen, die diese fiktive Beziehung unter dem Namen "Johnlock" shippt (~ ausmalt, unterstützt). Nach den großen Ankündigungen für das Herausstehen der neuen Staffel haben vor allem die Mitglieder der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual) - Community auf eine Repräsentation im Fernsehen durch eine offizielle Beziehung der beiden Charaktere gehofft. Als dies nicht passiert ist fühlten sie sich - trotz vorheriger ausdrücklicher Verneinung dieser Erwartungen durch die Autoren - verraten und verletzt und machten ihrem Ärger mit scharfer Kritik bis hin zu regelrechten Shitstorms Luft.
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