Was macht die Welt glücklich? Wie @Die_Gluecksfee versucht auf #Twitter Antworten auf eine schwierige Frage zu finden

Los geht's. Meine Tweets versehe ich mit dem Hashtag #wasmichgluecklichmacht. Mein erster soll eine besonders schöner sein, die Antwort stammt von Anne:

  1. Dieser Beitrag wird nur einmal geliked. Was zu erwarten war, weil ich noch so gut wie keine Follower habe. Mal schauen, wie schnell meine Glücksposts das ändern können. Nächster Tweet:
  2. Auch er bekommt ein Like, aber ansonsten: keine Reaktion. So geht es weiter, niemand scheint sich für mein Projekt zu interessieren. Ist Glück so langweilig? Ich bin nicht wirklich zufrieden.
  3. Nächster Schritt: Ich retweete auch das, was andere Twitterer zum Hashtag #wasmichgluecklichmacht posten. Schöne Tweets dazu gibt's täglich - Twitter scheint für manche Menschen ein guter Ort zu sein, um ihr Glück mitzuteilen.
  4. Trotz meiner Retweets wollen mir weder @Sani_Cookie noch @GillyBerlin oder @MISSMOOPLE folgen. Also, neuer Post von mir: Anne sagt, dass Sex sie glücklich macht. Das kommt an: der Tweet wird dreimal geliked.
  5. Ich überlege, ob meine Antworten bisher zu nett oder zu langweilig waren, und ich ausgefallenere, vielleicht kontroversere Antworten tweeten muss, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber es sind eben oft die alltäglichen Dinge, die Menschen froh machen - und davon will die Glücksfee ja erzählen.
  6. Reaktionen bleiben weiter Mangelware. Es muss sich halt noch herumsprechen, was ich twittere. Interessant: Das Projekt beginnt, mir Spaß zu machen. Weil es schön ist, so viele Antworten auf die Frage zu bekommen, was Menschen glücklich macht. Die Glücksfee beschert mir im Offline-Leben viele nette Unterhaltungen. Wie die mit meinen Freunden Emily und Matthew:
  7. Die Zahl meiner Follower ist mit der Zeit auf elf angestiegen. Doch ich erhoffe mir immer noch mehr Reaktionen. Aus Frustration beginne ich etwa 80 mehr oder weniger wahrlos ausgesuchten Leuten zu folgen - etwa den Followern des Berliner Restaurants @RestlosGlueck, das sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt. Wer das gut findet, wird sicher auch die Glücksfee mögen. Tatsächlich folgen mir ein paar Menschen zurück. Und weiter geht's mit dem Glücksgetwitter:
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