#Brexit is coming. Aber was nun? Wie ich mit #brexit.reactions versuchte, die lustige Seite des Ausstiegs zu entdecken

  1. Wie kriege ich mit einem trockenen Thema wie dem Brexit Likes und Fans? Ich versuche es mit Humor, das geht auf Facebook doch immer. Also Bilder plus Text, die das Zeug zum Meme haben. Mein erster Versuch:
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  3. Prompt trudeln die ersten Likes meiner Seite ein. Zugegeben: Ich habe ein paar Facebook-Freunden von der Seite erzählt. Reaktionen aber - Kommentare oder Gefällt-mir-Angaben - bleiben aus. Die Botschaft ist klar:
  4. Ich muss also meinen neu gewonnenen Fans mehr bieten. Und suche nach allem, was zum Brexit-Meme werden könnte. Ich variiere lustige Bilder...
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  6. ... bis hin zu ernsthaften Reaktionen.
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  8. Ich stelle geschichtliche Zusammenhänge her ...
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  10. ...und lasse mir von den Simpsons helfen:
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  12. Yes! Tatsächlich haben sich 100 Leute erbarmt, meine Seite zu liken. Reaktionen gibt es trotzdem keine. Ich mache mir Gedanken, wie ich meine holprige Facebook-Admin-Karriere noch retten kann. Habe ich mir zu viel vorgenommen, als ich meine Seite nicht im diskussionsfreudigen Twitter startete, sondern bei Facebook, wo die anspruchsvollsten Diskussionen um die Afd kreisen? Und außerdem, wer kommentiert und diskutiert bitte noch aktiv bei Facebook, außer er hat eine Deutschlandfahne als Titelbild?
  13. Wie auch immer, ich rede mir ein, dass meine Bilder sicher gut ankommen (immerhin hatte meine Seite 100 likes) und nur das Gefällt-mir-Drücken und Kommentieren aus der Mode gekommen sei. Ich mache also mutig weiter:
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  15. Ehrlich, das sind doch extrem unterhaltsame Bilder, oder?! Findet nur sonst niemand. Enttäuschend. So langsam reicht es mir: Irgendwann geht auch dem besten Facebook-Admin die Motivation aus. Ich verabschiede mich von der Vorstellung, eine riesige Diskussion unter Brexit.reactions zu entfachen ...
  16. ... und poste das letzte Bild meiner kurzen und eher semi-erfolgreichen Facebook-Admin-Karriere.
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  18. Meine Bilanz ist eindeutig: Auf Facebook kannst du mit humorigen Posts über politische Themen nicht auf dich aufmerksam machen. Über diese Themen zu diskutieren ist nur möglich, wenn du schon vorher eine gewisse Anzahl an interessierten Usern erreichst. Twitter wäre wahrscheinlich die bessere Plattform für mein kleinen Ausflug in die Posting-Welt gewesen.
  19. Oder lag es vielleicht doch an mir?
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